You are what you think, all day long

(Ralph Waldo Emerson)




Oder aber auch: "Der Mensch ist das, was seine Gedanken aus ihm machen!"


Mit welchen Einstellungen und Gefühlen möchtest du morgen leben? Wie soll dein zukünftiges Leben aussehen?


Viele Menschen sind der Auffassung, dass ihr Leben durch äußere Einflüsse geleitet wird und sie diesen willenlos ausgesetzt sind.


Warum aber können dann manche Menschen mit ein und derselben Situation scheinbar besser zurecht kommen als andere?


Schauen wir uns dazu zunächst das Stressmodell nach Lazarus an.

Auf jeden Menschen kommen unterschiedliche Umweltreize oder Anforderungen zu. Nehmen wir als Beispiel "Lärm". Die Situation als solche ist zunächst einmal nur eine Situation. Wie wir damit umgehen, hängt von unserer Bewertung ab!


Zunächst bewerten wir im ersten Schritt in Bruchteilen von Sekunden, ob diese Situation für uns eine Relevanz hat - entweder ist sie irrelevant, positiv belegt oder stress-relevant. Bei "stress-relevant" wird gleichzeitig geprüft, ob diese herausfordernder, bedrohlicher oder sogar schädigender / verlustbringender Stress ist. Sie wissen es selbst, manche stört Lärm einfach nicht, es ist ihnen egal, andere haben Spaß an lauter Musik und andere reagieren gestresst.


In einer zweiten Überprüfung (Bewertung) wird nun ebenfalls in Bruchteilen von Sekunden die Frage nach den eigenen Bewältigungsressourcen gestellt. Kann ich die von mir als stressig bewertete Situation nicht oder nur unter großer Anstrengung ändern, kommt es zur Stressreaktion.


Dieser Bewertungsprozess beeinflusst das subjektive Empfinden. Es kommt zu Emotionen wie z.B. Angst oder Wut. Physiologische Veränderungen machen sich durch die Ausschüttung von Hormonen (Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol) bemerkbar, die Körperreaktionen wie z.B. Herzrasen, Schweißausbruch, Magendruck etc. auslösen. Letztendlich wird unsere Handlung dadurch bestimmt; "greife ich an", "flüchte ich" oder "erstarre ich".


Unsere Gedanken spielen bei diesem Stressgeschehen eine wesentliche Rolle. Wenn ich schon denke: "das wird heute bestimmt ein lauter Abend", dann habe ich schon alle Voraussetzungen gelegt, dass es bestimmt kein entspannter Abend wird.


Leider spielen aber nicht nur die uns bewussten Gedanken eine Rolle. Viele Gedanken sind uns nicht bewusst und sie beeinflussen unsere Bewertung genauso maßgeblich, nur mit dem Problem, dass wir oft gar nicht wissen, warum wir uns plötzlich so gestresst fühlen oder unser Herz rast, der Magen drückt oder wir Angst fühlen.


Hier kommen u.a. Kindheitsprägungen, Lebenserfahrungen, alte Einschärfungen und Antreiber sowie innere unbewusste Befehle zum Tragen, die uns immer wieder "in die Quere kommen", teilweise nicht mehr aktuell sind und hinterfragt werden müssten. Da wir uns dieser aber nicht bewusst sind, spulen wir immer wieder die gleichen Handlungsmuster ab, die uns weder weiterbringen, noch uns gut tun.


Es ist immer wieder erstaunlich und spannend, wenn man diesen Gedanken auf die Spur kommt. Die Situation kann nichts für unser Leben, unsere Gedanken schon.




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