Muster – Ursachen – Teil V


Wiederkehrende Muster können verschiedene Ursachen haben.



1. Genetische Ursachen

Zum einen entstehen sie durch vererbte Glaubenssätze und Ängste, die wir von unseren Ahnen übernommen haben. Diese werden genetisch von Generation an Generation weitergegeben und wirken sich auch heute noch nachweislich auf unser Leben aus. Dies konnte vor allem bei der Nachkriegsgeneration nachgewiesen werden. Hier erleben wir Ängste und Verhaltensweisen, die eigentlich nicht uns gehören.

Natürlich müssen wir nicht alle Ängste und Glaubenssätze unserer Ahnen aufdecken und kennen. Dies kann aber dann hilfreich sein, wenn sie uns in unserem eigenen Leben massiv einschränken oder daran hindern, uns frei zu entfalten. Mit der Auflösung der Glaubenssätze kann hier viel bewirkt werden.


2. Historische Ursache

Zum anderen entstehen Muster im Rahmen unserer eigenen Reinkarnation (Wiedergeburt). Die Reinkarnationsforschung hat hier bereits einige verblüffende Phänomene, die auf eine Wiedergeburt schließen lassen, aufgedeckt. Im Konzil von Konstantinopel im Jahr 553 wurde der bis dahin weit verbreitete Glaube an die Wiedergeburt verboten und damit fast vollständig verbannt. Das ist der Grund, warum in unserer Kultur dieser Glaube größtteils verloren gegangen ist. Aber auch heute noch gibt es Kulturen, die diesem Glauben anhängen. Das wir uns nicht mehr an unsere Vorleben aktiv erinnern, liegt u.a. daran, dass wir mit einem Tagesbewusstsein ausgestattet sind. Aber jeder kennt es, dass sich ein eigentlich bis eben unbekannter Ort total bekannt anfühlt und man weiß, wo was ist; oder eine Person, die sich so vertraut anfühlt, als hätte man sie schon immer gekannt, dabei haben sie sich gerade erst getroffen.

Auch hier gilt, dass es gut ist, dass wir diese Vorleben nicht alle kennen und aufdecken. Wenn wir an die Menschheitsgeschichte denken, kann man sich vorstellen, dass jeder mal Täter und mal Opfer war. Es wurde nicht gerade zimperlich miteinander umgegangen. Wer möchte schon wissen, wen man wann in welcher Rolle schon mal getroffen hat.

Und trotzdem kann sich aus dem historisch Erlebten ein Muster entwickelt haben, das wir in unserer heutigen Zeit als einschränkend, ja störend empfinden. Dann kann es Sinn machen, die auslösende Geschichte aufzudecken und damit einer Lösung herbeizuführen.


3. Prägung im Kindesalter

Großen Einfluss auf unsere Muster hat auch die Prägung im Kindesalter bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres. In diesem Lebensabschnitt können wir noch nicht mit dem Verstand „denken“. Der präfrontale Kortex entwickelt sich erst noch. Alles was wir erleben, speichert sich ungefiltert im Unterbewusstsein ab. Unsere heutigen Reaktionen auf bestimmte Situationen oder Menschen speisen sich oft hieraus, ohne dass wir darauf zunächst Einfluss nehmen können.

Kinder erfahren im Rahmen ihres Großwerdens wie Liebe gelebt wird, ob und in welchem Falle was getan werden muss, damit sie Liebe und Anerkennung bekommen und welche Regeln und Verbote es gibt. Ob wir wollen oder nicht hat dies Auswirkungen auf unser Erwachsenenleben. Auch wenn wir es ganz anders machen wollen, werden wir bei genauerem Hinsehen feststellen, dass wir es, wenn auch auf andere Weise wiederholen. Das haben wir gelernt.

Erst wenn wir uns dessen bewusst werden, können wir aktiv aus den erlernten Mustern aussteigen und tatsächlich unser eigenes Leben leben.

Muster und dahinterliegende Glaubenssätze sind komplex. Es ist aber möglich, sie zu durchdringen und dadurch ein entspanntes, selbstbestimmtes Leben zu führen.

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