Muster – unbewusst, aber warum? – Teil II

Bei den unbewussten Mustern ist es schon schwieriger, diese zu entdecken und vor allem die Ursache zu entschlüsseln, um eine Wiederholung dieser Muster zu verhindern. Verborgene Verhaltensprogramme werden erst aktiv, wenn ganz bestimmte Situationen eintreten („ein bestimmter Knopf gedrückt wird“), oft schleichend, manchmal erst nach langer Zeit. Wiederholungen dieser Verhaltensprogramme sind oft schwer erkennbar, da sie sich, wie ich selbst auch feststellen durfte,

Abwandlungen zeigen.




Der Ursprung dieser Muster findet sich meist in den ersten sechs Jahren unserer Kindheit – durch Prägung. In dieser Zeit können wir noch nicht mit unserem Verstand Dinge durchdenken und einordnen. Hier wird alles, was wir als Kind wahrnehmen, fühlen, beobachten, erleben ohne Bewertung direkt ins Unterbewusstsein eingespeichert. Da das Unterbewusstsein nicht nachdenken kann, spielt es das, was es gespeichert hat, einfach in „passenden“ Situationen („wenn der Knopf gedrückt wird“) immer wieder ab.


Diese Muster in uns erzeugen Anziehung. Wir gehen Beziehungen ein, ob im Privat- oder im Arbeitsleben. Verborgene Muster in uns suchen nach ebenfalls verborgenen, aber genau passenden Verhaltensweisen und Eigenschaften in einem anderen Menschen. Diese Muster werden meist erst im Verlauf der Beziehung aktiv.


Ein Teil der nicht sofort sichtbaren Anziehung ist z.B. das, was sie mit sich machen lassen. Darauf springen Menschen an, die unbewusst mit ihrem eigenen Muster solche Menschen suchen, mit denen man es machen kann. Hier „entpuppt“ sich vielleicht der Partner, manchmal auch erst nach Jahren, als jemand anderer, als der er zu Beginn zu sein schien. Dem Muster geht es dabei nicht um Liebe, um den Partner oder um gute Gefühle. Es ist auch nicht richtig oder falsch. Dem Muster geht es nur darum: irgendwann abzulaufen. Das Muster läuft solange erneut ab, bis es entdeckt und angesehen wird.


Wichtig ist, dass niemand die Schuld trägt. Die Aufgabe liegt darin, den eigenen Anteil, wie in einem Spiegel, zu erkennen. Die eigenen Muster zu entlarven, um diese untauglich zu machen. Das Wissen um die verborgenen Muster hilft aber auch, zu erkennen, dass das Gegenüber – wenn es sich „nicht wie sich selbst“ verhält, möglicherweise ein Muster abspielt.


Wie man sich wahrscheinlich denken kann, gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Mustern. ….

0 Ansichten